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Feneberg – wie geht es weiter?

Der Antrag auf ein Schutzschirmverfahren des größten Lebensmittelfilialisten aus dem Allgäu Anfang des Jahres hat nicht nur Mitarbeiter in Sorge versetzt, auch die Branche spürt die „seismischen Wellen“ aus Kempten. Die Zeitung „Der Westen“ berichtet mit Bezug zu EDEKA, die mit Feneberg seit Jahren zusammenarbeiten:

Die Edeka-Regionalgesellschaft Südbayern steht vor einem möglichen Millionenschaden. Hintergrund ist die Insolvenz der Feneberg Lebensmittel GmbH, einem langjährigen Partner im Edeka-Verbund. Die wirtschaftliche Schieflage des Allgäuer Lebensmittelhändlers bringt finanzielle Risiken mit sich, die auch Edeka nicht unberührt lassen.

Besonders brisant: Es drohen Verluste in zweistelliger Millionenhöhe. Die laufende Sanierung von Feneberg unter einem Schutzschirmverfahren sichert zwar vorerst den Betrieb, doch die Auswirkungen auf das Händlernetz und die Bilanz von Edeka Südbayern könnten erheblich sein.

Ein weiterer Satz in dem genannten Bericht lässt aufhorchen:

Zur Zukunftssicherung wurde das Beratungsunternehmen Roland Berger mit einem strukturierten Investorenprozess beauftragt. Ob sich ein Käufer findet und in welchem Ausmaß Edeka die Folgen der Insolvenz schultern muss, bleibt offen.

Feneberg sucht also nicht nur nach „Investoren“, man muss auch davon ausgehen, dass die Marke am Ende zerschlagen wird, wenn verschiedene Mitbewerber aus dem Markt des Lebensmittel-Einzelhandels Filialen von Feneberg übernehmen, umstrukturieren oder stillegen. Eine bildliche Darstellung in der Zeitschrift „Lebensmittel Praxis“ vom 06. Februar 2026 legt dies nahe. Auf der Illustration zu dem Bericht „Feneberg unter Schutzschirm- welche Folgen das für Edeka und den Handel hat“ stehen an einem Feneberg Schriftzug mit den Kachel-Symbolen für Obst, Backwaren, den „Feneberg F“ , Käse und Wurst drei Leitern angelehnt. Auf diesen drei Leitern stehen Mitarbeiter in Berufskleidung mit Logos von Edeka, Rewe und Kaufland, die dabei sind, den Feneberg-Schriftzug abzumontieren.

Der Bericht bildet auch die Stimmung unter der Belegschaft ab: „Bei Feneberg zu arbeiten, das war mal was.“ Neben dem Verlust von Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter würden langjährige Kunden des Traditionsunternehmens einen Verkauf der Marke „Feneberg“ und damit auch den Verlust  von beliebten Nischen-Produkten, wie der „Von Hier“-Reihe sehr bedauern.

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